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Fidus (d. i. Hugo Höppener). Tempeltanz der Seele. 1 Textblatt und 5 Farblithographien auf Velin. 28 x 20 cm. Lose in illustriertem Orig.-Kartonumschlag (dieser etwas lädiert). Woltersdorf bei Erkner, Verlag des St. Georgs-Bundes, 1924.
Vorderumschlag verso mit eigenhändiger Widmung von Fidus (datiert: "Lenzing [März] 1936"). – Minimale Alters- und Gebrauchsspuren, sonst sehr schön erhalten.
Los 6753Fidus
Mädchenbildnis (Portrait der Emly Wilhelmi)
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.250€ (US$ 1,437)
Mädchenbildnis (Portrait der Emly Kofahl, spätere Wilhelmi).
Feder in Schwarz auf dünnem Karton. 30 x 24,4 cm. Unten rechts monogrammiert und datiert "F. 23.VII.14", sowie unten links in Bleistift eigenh. bez. "Emly", verso von anderer Hand in Bleistift bez. "Emly Kofahl 1914. 25 Jahre alt".
Anliegend ein handschriftl. Brief aus dem Jahr 1968 von Emly Kofahl an den Schwiegersohn Artur Nebel, in dem die Verfasserin das Portrait dem Adressaten schenkt.
Provenienz: Sammlung Emly Wilhelmi (geb. Kofahl), Hannover.
Ingeborg und Artur Nebel, Hannover.
Seither in Familienbesitz.
Ausstellung: Erste Gesamtausstellung der Werke von Fidus zu seinem 60. Geburtstage..., Aula Handelsoberschule, Woltersdorf b. Erkner / Altonaer Museum, Hamburg 1928.
Literatur: Ausst. Kat. Erste Gesamtausstellung der Werke von Fidus zu seinem 60. Geburtstage am 8. Gilbhart (X.), Berlin und Hamburg 1928, S. 27, Nr. 382 mit Abb. S. 45 (ohne Seitenzahl).
Los 5421Fidus
Konvolut von 66 Photographien, Drucken, Reproduktionen und Ephemera
Auktion 126
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
375€ (US$ 431)
Konvolut von ca. 66 Photographien, Drucken, Reproduktionen und Ephemera mit Motiven von Fidus, 14 davon entweder von Fidus signiert, eigenh. betitelt oder bewidmet. Ein an Emly Wilhelmi adressierter Umschlag anliegend.
Aus der Sammlung Emly Wilhelmi, Hannover.
Lichtgebet.
Aquarell über Spuren von Graphit auf dünnem Karton. 66,4 x 43,8 cm. Unten links signiert und datiert "Fidus - 13" sowie unten rechts betitelt "Lichtgebet", unterhalb der Darstellung mit eigenh. Widmung von Fidus "Emly! Franz und Fidus grüssen Dich zu Weihnacht 1915".
Das Lichtgebet, von dem Fidus ab 1908 immer wieder neue Variationen gestaltete, war die Ikone der Lebensreformbewegung. Voller Inbrunst reckt sich der nackte, reine Jüngling dem segenspendenden Licht entgegen - eins mit dem Kosmos. Vor weitem Horizont empfängt er die Kraft der Sonne. Er wendet sich dem Leben zu und verkörpert damit unmittelbar ein neues Lebensgefühl, das sowohl die lebensreformerische Bewegung wie auch die Jugend im späten Kaiserreich und in der Weimarer Republik ersehnte.
Provenienz: Sammlung Emly Wilhelmi (geb. Kofahl), Hannover.
Ingeborg und Artur Nebel, Hannover.
Seither in Familienbesitz.
Bildnis Ingeborg Nebel en face.
Bleistift auf Karton. 31,5 x 24,4 cm. Unten rechts eigenh. bewidmet und signiert "Inge zum 4. März 41 Fidus", verso von Emly Wilhelmi die Übereignung der Zeichnung an ihren Schwiegersohn Artur Nebel zu Weihnachten 1956 handschriftlich in blauer Tinte.
Provenienz: Sammlung Emly Wilhelmi (geb. Kofahl), Hannover.
Artur Nebel und Ingeborg Nebel (geb. Wilhelmi), Hannover.
Seither in Familienbesitz.
Am Walensee.
Triptychon. Öl auf Karton. 45 x 112 cm (mit Rahmen). Die mittige Tafel unten rechts mit Pinsel in Rosa signiert "Fidus" sowie unten links datiert mit Bleistift bezeichnet "Walensee", die beiden Seitenteile jeweils monogrammiert "F", verso nochmals bezeichnet "Walensee" sowie (von fremder Hand?) "KB 241" und "3". 1906.
Wie ein natürlicher Tempel in einer Traumlandschaft erhebt sich mächtig das Bergmassiv über dem schimmernden Wasser des Walensees. Während dieser mittlere Kompositionsteil eine phantastisch schwebende, in ihrer Nebelhaftigkeit ganz unberührt erscheinende Landschaft zeigt, ziehen auf den Seitenteilen Eisenbahnschienen quer durch das Bild einer vom Menschen geprägten Natur. Am Ufer des Walensees im Schweizer Kanton Zürich sollte Fidus in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts drei Tempelbauten errichten; die Plätze dafür waren schon ausgewählt, doch zum Bau kam es nie. Fidus' "Tempel-Kunst" war bereits 1903 das Thema für öffentliche Lichtbildvorträge, seine Freunde beriefen ihn zum "Tempelkünstler" und zogen mit ihm an den Walensee bei Zürich, "um einer unverstandenen, aber vielversprechenden Neureligion Paläste zu bauen". (Ute Wermer, in: Wolfgang de Bruyn (Hrsg.), Fidus - Künstler alles Lichtbaren, Berlin 1998, S. 47). Obwohl sich die kleine Lebensgemeinschaft bald auflöste und Fidus 1904 nach Berlin, 1906 weiter nach Woltersdorf zog, blieb er der Schweizer Landschaft treu. Im Jahr 1906 reiste er, von einem Gönner, dem Bankier Charles L. Hallgarten, reich beschenkt, abermals nach Zürich. Dieser erneute Aufenthalt in den Bergen inspirierte den Künstler zu dem vorliegenden Triptychon.
Provenienz: Galerie Hippolyte Grombach, Straßburg (mit deren Klebeetikett verso).
Privatbesitz Baden-Württemberg.
Fidus (d. i. Hugo Höppener). Erste Gesamtausstellung der Werke von Fidus zu seinem 60. Geburtstag am 8. Gibhart (X.) 1928. 42 S. Mit Farbtafel und 8 Tafelseiten. 21 x 13,5 cm. Illustr. OKart. Woltersdorf bei Erkner (Berlin), Fidus-Verlag, 1928.
Frecot-Geist-Kerbs S. 385. – Katalog zur Ausstellung in Berlin und Hamburg-Altona. Auf dem Titelblatt durch Stempel ein weiterer Ausstellungsort hinzugefügt (Darmstadt: Kunsthalle am Rheintor). – Tadelloses Exemplar.
"Poverino" (Illustration zu der gleichnamigen Erzählung Maria Janitscheks).
Feder in Schwarz auf Velin. 24,7 x 16,4 cm. Oben links signiert "Fidus", verso in Bleistift eigenh. bez. "Zu Maria Janitschek's "Poverino" (II) ", darunter schwer lesbar "(3 Bilder) im Berliner Arbeiter-Kalender 1899. Verlag Th. Mayhofer, Berlin 91. Weinbergsweg 15b".
Das Motiv entstand als Buchschmuck für Maria Janitscheks (1859-1927) Erzählung "Poverino" (ital. für "Ärmster"), die erstmals 1897 im Sammelband Kreuzfahrer erschien. Die Darstellung wurde laut Fidus' rückseitiger Notiz offensichtlich auch im Berliner Arbeiter-Kalender. Kalender für Stadt und Land, Jg. 5, 1899 als begleitende Illustration aufgenommen.
Provenienz: Sammlung Dr. Eugen Lucius (1834-1903), Frankfurt a.M./Schönstadt.
Literatur: Janos Frecot, Johann Friedrich Geist, Diethart Kerbs: Fidus 1868-1949. Zur ästhetischen Praxis bürgerlicher Fluchtbewegungen, München 1972, S. 328.
"Unsern Kriegern". Federlithographie auf Velin. Ca. 35 x 27,7 cm. Um 1919. In der originalen Rahmung des Künstlers, auf dem Rückkarton mit Klebeetiketten mit handschriftl. Bez. des Künstlers "Ausstellung des Verbandes deutsch. Illustratoren, Berlin 1919 / 2. Cyklus für eine Denkschrift", ebenda auch signiert "Fidus", sowie mit Fragment eines Ausstellungsaufklebers des Kunstvereins Hannover ("K. V. H. 826").
Ausgezeichneter Druck mit Rändchen. Stockflecken, Farbspuren am linken Rand, das Papier links teils mit der Glasscheibe verklebt. Beigegeben drei Schriftstücke aus dem Fidus-Umkreis sowie 23 Textil- und Graphikentwürfe auf Transparentpapier, teils genadelt von Elsbeth Fidus. Sämtlich aus dem Nachlass des Künstlers, bis 2022 im Fidus-Haus, Woltersdorf bei Erkner, verblieben.
Los 6820Fidus
Knabe vor einem herbstlichen Birkenwäldchen (Sohn Holger)
Auktion 122
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.125€ (US$ 1,293)
Knabe vor einem Birkenwäldchen (Sohn Holger).
Aquarell auf Velin. 26,7 x 18,9 cm. Unten links in Bleistift monogrammiert, datiert und bez. "F Mittelschreiberhau 14.X.08" sowie unten rechts "Holger".
Provenienz: Aus dem Nachlass von Fidus' Tochter Hilde Altmann-Reich.
Los 6821Fidus
Jüngling, Dornenranken umarmend II
Auktion 122
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
1.625€ (US$ 1,868)
Jüngling, Dornenranken umarmend.
Feder in Schwarz auf Velin. 21,3 x 18,8 cm.
Beigegeben eine zweite Version dieses Motivs von Fidus (Feder in Schwarz, 14,3 x 11,7 cm).
Provenienz: Sammlung Dr. Eugen Lucius (1834-1903), Frankfurt a.M./Schönstadt (auf der Rückseite einer der Sammlerkartons mit dem Stempel "Eugen Lucius Frankfurt a. M.).
Los 6172Fidus
Sonniger Hohlweg (Albiskette bei Zürich)
Auktion 122
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
2.250€ (US$ 2,586)
Sonniger Hohlweg (Albiskette bei Zürich).
Öl auf Leinwand, original auf Malkarton kaschiert, dessen überstehende Ränder von Fidus (?) farbig gefasst sind. 24,8 x 32,7 (Leinwand), 26,7 x 36 cm (Malkarton). Unten links monogrammiert und datiert "VI.07 f", verso eigenh. betitelt "Sonniger Waldweg (durchgestrichen und korrigiert in) Hohlweg (Albiskette) bei Zürich", sowie mit dem Etikett des Thüringer Ausstellungsverein bild. Künstler. Zentrale Weimar.
Provenienz: Aus dem Nachlass von Fidus Tochter Hilde Altmann-Reich.
"Landschaft": Rahmenzeichnung für ein Gedicht Jens Peter Jacobsens.
Feder in Schwarz auf Velin. 39,4 x 29,6 cm. In der unteren linken Ecke monogrammiert "F".
Die Zeichnung diente koloriert im Simplicissimus, Jg. II, Heft 12, 1897, S. 96 als Rahmen für die deutsche Fassung des Gedichts "Landschaft" des dänischen Schriftstellers Jens Peter Jacobsen (1847-1885).
Provenienz: Sammlung Dr. Eugen Lucius (1834-1903), Frankfurt a.M./Schönstadt.
Los 5460Fidus
10 Karten mit Annotationen von Fidus und Familienmitgliedern des Künstlers
Auktion 122
Ergebnis (inkl. Aufgeld) *
525€ (US$ 603)
10 Karten mit Motiven von Fidus, verso je mit handschriftl. oder typographischen Beschriftungen von Fidus und von Familienmitgliedern des Künstlers (Elsbet Fidus) aus dem Verlag des St. Georgs-Bundes und des Fidus Verlags, beide Woltersdorf bei Erkner sowie ca. 80 weitere Karten (blanko) mit Fidus-Motiven aus den gen. Verlagen. Je ca. 8,6 x 13,6 cm.
Aus dem Nachlass von Fidus' Tochter Hilde Altmann-Reich.
Aufschwung. Lichtdruck. Ca. 28,5 x 21,5 cm (Blattgröße). In der Originalrahmung des Künstlers, verso mit dem Stempel des Fidus-Verlags, Woltersdorf b. Erkner-Berlin sowie von Fidus eigenh. in Bleistift bez. und signiert "K. 9. fidus = Aufschwung".
Beigegeben das einseitige Fragment eines handschriftl. Textes von Fidus zum Kirchen- und Weihebau "Sie müssen auch akustisch richtig sein! Das konnten bisher die Kirchen und Dome nie! Weil sie garnicht auf genaues Hören gebaut waren sondern auf sichtbare Weihe.", auf der Rückseite das Fragment eines Briefes des Homöopathen A. Klimesch an Fidus. Ferner beigegeben 22 Textilentwürfe auf Transparentpapier, teils genadelt von Elsbeth Fidus. Sämtlich aus dem Nachlass des Künstlers, bis 2022 im Fidus-Haus, Woltersdorf bei Erkner, verblieben.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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