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Los 455Himmel, Friedrich Heinrich
Kriegslieder der Teutschen (zeitgenössische Abschrift)
Auktion 127
Nachverkaufspreis
100€(US$ 115)
Himmel, Friedrich Heinrich. Kriegslieder der Teutschen, verfasst von Borbstädt, Collin, Theodor Körner, ... mit Begleitung des Pianoforte von Friedrich Heinrich Himmel, ... Zum Besten verwundeter Vaterlands-Vertheidiger. Zeitgenössische Abschrift. 38 Bl. (davon 12 w.). 22,5 x 34,5 cm. Pappband d. Z. (berieben). Breslau, J. Max, 1813.
Enthält 22 Kompositionen, meist Lieder für eine Singstimme mit Klavierbegeleitung sowie das "Lied des Thaddäus" aus einem Singspiel von Hennig in einer gut lesbaren Abschrift der Zeit. Der 1765 in Treuenbrietzen geborene Friedrich Heinrich Himmel stand in der Gunst des Cello spielenden Friedrich Wilhelm II., war aber trotz seiner Kapellmeister-Stellung stets von Geldsorgen geplagt, die er letztlich vergeblich durch sein Komponieren und Konzertieren als virtuoser Pianist zu mindern suchte. Von Beethoven ist das spitze Bonmot überliefert, dass Himmel zwar ein "ganz artiges Talent besitze, weiter aber nichts". 1814 starb er an Herzinsuffizienz in Berlin und wurde vergessen. Sein Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof hat man irgendwann eingeebnet. – Etwas gebräunt und teils fleckig, insgesamt jedoch recht ordentliches Exemplar einer gut lesbaren Abschrift.
Los 2633Himmel, Friedrich Heinrich
Brief an Andreas Streicher
Auktion 124
Zuschlag
340€ (US$ 391)
Himmel, Friedrich Heinrich, Komponist, Hofkapellmeister in Berlin (1765-1814). Eigh. Brief m. U. "Fr: Hr: Himmel". 1 S. Doppelblatt. 4to. Regensburg 8.VII.1808.
An den Pianisten und bedeutenden Klavierbauer Andreas Streicher in Wien, bekannt als Freund Schillers und Beethovens. Er sei auf dem Rückweg von seiner Italienreise über München nach Regensburg gelangt, sei aber in der Schweiz von einem heftigen Fieber befallen worden, so dass er in Zürich 19 Tage das Bett hüten musste. Er wolle jedoch so bald wie möglich nach Franzenbrunnen fahren, wo er sich auskurieren und das Bad gebrauchen wolle. "... Wäre dies Unglück nicht eingefallen, so hätte ich mich hier zu Schiffe gesezt, u. hätte Sie, mein Bester, in Wien besucht; so aber muß ich das Wasser scheuen, wie der Teufel die Kirchen. Mein schönes Instrument hätte ich gern gesehen, ich bin überzeugt, daß es göttlich ist. Haben Sie die Güte mir darüber, unverzüglich nach Frantzbrunnen bey Eger, zu schreiben, und melden mir gefälligst Alles Äußere u. Innere, kurz jede Kleinigkeit, die dem Instrumente angeht; dadurch werden Sie mich sehr freundschaftlichst verbinden ...". Er hätte längst geschrieben, wäre er nicht so krank geworden. "... Auch haben mich die Zeitungen sterben lassen, u. das schon 2mal, aber Gott sey Dank ich lebe noch, u. werde noch lange leben ... u. werden die Umstände in der Welt ruhiger, so würden Sie von Rom aus hübsche Bestellungen erhalten ...". - Vgl. hierzu die von Joseph Gelinek übermittelte Piano-Bestellung aus Rom in diesem Kapitel (Nr. 2630).
Los 607Himmel, Friedrich Heinrich
Die unsichtbare Welt von der Frau von der Recke
Auktion 120
Zuschlag
100€ (US$ 115)
Himmel, Friedrich Heinrich. Die unsichtbare Welt von der Frau von der Recke fürs Forte-Piano. Gestochener Titel und 2 S. gestochene Noten (Klavier- und Sopranstimme) und Text. Gefalzter Bogen (Randläsuren). 27 x 32 cm. Hamburg, G. Vollmer, (um 1810).
Einziger Druck der Komposition für das fünfstrophige Gedicht der deutschbaltischen Kirchenlieddichterin Elisa von der Recke (1754-1833). – Mit schwachen Randknicken, im oberen Rand auch mit Einrissen. Kein bibliothekarischer Standortnachweis über den KVK.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.“
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