Zötl, Aloys
Vögel und Passionsblume - Die Lorbeerblättrige Passionsblume und Tropische Bartvögel
Los 6441 [*]
Nachverkaufspreis
5.000€ (US$ 5,747)
"Vögel und Passionsblume - Die Lorbärblättrige Passionsblume und Tropische Bartvögel".
Bleistift und Aquarell auf Velin. 43,8 x 54,5 cm. Am Unterrand betitelt "Vögel und Pflanzen. Taf.", sowie unten rechts signiert und datiert "Alois Zötl fecit am 15. Februar 1878", ferner unten mittig eigenh. beschriftet: "Die Lorbeerblättrige Passions: Blume. Passifora laurifolia. Linn.) Ist ein Schlinggewächs das sich auf die höchsten Bäume aufwindet, in den tropischen Wäldern Westindiens und Südamerika. a die Frucht in wahrer Grösse gegeben nach Wilhelm. Pfanzenreich. Tom. 5. Taf. 34.", verso seitenverkehrter Abklatsch einer großformatigen kalligraphischen Schrift: "XXVI. Gattung / Paradiesvogel / Paradisea."
Provenienz: Hôtel Drouot, Paris, Auktion am 19. Dezember 1955.
Christie's, Paris, Sammlung Rothschild - Katalog "Le Haras d'Estimauville - Oeuvres et Objets d'art Provenant des Collections Rothschild", Auktion am 27. Oktober 2010, Los 260 (mit Abb.).
Privatsammlung Berlin.
Ausstellung: Mythos Tier, Das Tier in der Bildenden Kunst, Kunstverein Talstrasse e.V., Kunsthalle, Halle/Saale, 30. Oktober 2014 - 18. Januar 2015.
Aloys Zötl. Bestiarien der eigenen Art, Galerie Haas, Zürich, 13. Januar - 18. Februar 2017.
Literatur: Matthias Rataiczyk, Christin Müller-Wenzel (Hrsg.): Mythos Tier, Das Tier in der Bildenden Kunst, Ausst. Kat. Kunstverein Talstrasse e.V., Kunsthalle, Halle/Saale 2014, S. 28 (Farbabb.).
Ausst. Kat. Galerie Haas: Aloys Zötl. Bestiarien der eigenen Art, Zürich 2017, S. 31 (ganzs. Farbabb.).
Scheidel, Franz Anton von
Der Schuppenpanzer einer Hawksbill'schen Meeres-Schildkröte
Los 6447
Nachverkaufspreis
2.500€ (US$ 2,874)
Der Schuppenpanzer einer Hawksbill'schen Meeres-Schildkröte.
Aquarell über Bleistift. 36,6 x 50,5 cm. Am oberen Bildrand eigenh. in brauner Feder betitelt: "Testudo Imbricata. Schuppenschild". Wz. J. Honig & Zonen.
Als Naturalienmaler spezialisierte sich Franz Anton von Scheidel auf faszinierend getreue, meist großformatige Darstellungen aus der Tier- und Pflanzenwelt. Er war einer der gefragtesten Illustratoren für die enzyklopädischen Werke der Naturwissenschaft, die bei dem gebildeten Publikum ihrer detailgetreuen Bildtafeln wegen sehr populär waren. Obwohl auch vorliegendes Blatt aus einem solchen Album entstammen dürfte, wie die alten Heftspuren am Oberrand nahelegen, löst sich Scheidel bei diesem Aquarell doch von der Tradition der klassischen Naturaliendarstellung. Der vom Tier isoliert dargestellte Schuppenpanzer ist schräg von links oben gesehen, die bizarre Form mit den gezackten Kanten erschließt sich erst auf den zweiten Blick. Der Bildgegenstand entfaltet als urzeitliches Relikt eine eigene Magie. In dieser Hinsicht entspricht das Werk den Zeichnungen des rund 70 Jahre nach ihm geborenen Aloys Zötl, dessen Aquarelle von den Surrealisten eben wegen dieser über den Gegenstand hinausgehenden eigenen Realität geschätzt wurden. - Die Hawksbill'sche Meeres-Schildkröte, die meist in tropischen Meeren vorkommt und heute übrigens vom Aussterben bedroht ist, wurde erstmals 1766 von dem schwedischen Zoologen Carl Linnaeus (Carl von Linné) in der 12. Ausgabe seiner Nomenklatur Systema Naturae als "Testudo imbricata" aufgeführt. Heute trägt sie den zoologischen Namen "Ertmochelys imbricata".
Französisch
spätes 17. Jh. Stehender Mann wohl aus dem Volk der Seminolen
Los 6448
Nachverkaufspreis
2.000€ (US$ 2,299)
spätes 17. Jh. Stehender Mann wohl aus dem Volk der Seminolen.
Rötelzeichnung. 37 x 19 cm. Wz. IFQ.
Bei dem Dargestellten in traditioneller Tracht mit Federkopfschmuck handelt es sich wohl um ein Mitglied aus dem indigenen Volk der Seminolen (lt. Auskunft von Dr. Hans Ottomeyer, ehem. Deutsches Historisches Museum, Berlin), die im Gebiet des heutigen Florida lebten. Besonders die Mütze mit dem Federbesatz war ein typisches Requisit der Seminolen. Möglicherweise könnte die Zeichnung als Vorstudie für eine Darstellung der Allegorie des Kontinents Amerika gedient haben.
Provenienz: Süddeutsche Privatsammlung.
Amerikanisch
Mitte 19. Jh. . Raddampfer auf dem Mississippi
Los 6449
Nachverkaufspreis
600€ (US$ 690)
Mitte 19. Jh. Schiffe auf dem Mississippi, im Vordergrund der Raddampfer Mary Jones.
Aquarell, weiß gehöht, Feder und Pinsel auf Papier, auf festem Karton kaschiert. 41,5 x 64,8 cm.
Lewis, James Otto
Waa-Na-Taa or the Foremost in Battle / Chief of the Sioux tribe
Los 6452
Nachverkaufspreis
400€ (US$ 460)
"Waa-Na-Taa or the Foremost in Battle / Chief of the Sioux tribe".
Lithographie, handkoloriert. 35,3 x 25,5 cm. (1835-1836).
Diese handkolorierte Lithographie stammt aus The Aboriginal Portfolio, einem der seltensten frühen Werke zur Darstellung indigener Persönlichkeiten Nordamerikas. Die Mappe wurde zwischen 1835 und 1836 in Philadelphia von George Lehman und Peter S. Duval veröffentlicht. Die Porträts basieren auf Zeichnungen und Gemälden des Künstlers James Otto Lewis. Der in Philadelphia geborene Künstler arbeitete als Graveur und Porträtmaler und hielt sich über viele Jahre im Gebiet der Großen Seen auf. Auf Einladung des Gouverneurs des Michigan-Territoriums, Lewis Cass, porträtierte er 1823 den Shawnee-Propheten Tenskwatawa. In den folgenden Jahren begleitete Lewis mehrere diplomatische Expeditionen und Vertragsverhandlungen mit indigenen Nationen der Region und fertigte dabei zahlreiche Porträts führender Persönlichkeiten an.
Die Arbeiten gehören zugleich zu den frühesten größeren Lithographieprojekten der Vereinigten Staaten und dokumentieren Begegnungen zwischen der US-Regierung und indigenen Gemeinschaften im Gebiet der Großen Seen. Viele der ursprünglichen Gemälde von Lewis gingen später verloren, etliche wurden bei dem Brand des Smithsonian Institution Building im Jahr 1865 zerstört. Die Lithographien aus The Aboriginal Portfolio sind daher heute oft die einzigen erhaltenen bildlichen Zeugnisse dieser Porträts.
Ausgezeichneter Druck, links bis an die Darstellung geschnitten, oben und links knapp in diese, unten in den Text. Leicht stockfleckig und minimal gegilbt, etwas unregelmäßig beschnitten, unten links kleiner Randeinriss, sonst gut erhalten.
Wüstenlandschaft in Texas.
Aquarell und Gouache auf Papier, auf Karton aufgezogen. 31,7 x 39,8 cm. Unten links bezeichnet "Texas", unten rechts signiert "MAX RABES", verso (eigenh.?) bezeichnet "Professor Max Rabes / Wüste in Texas. (1929)" sowie mit einem Klebezettel der Galerie Del Vecchio, Leipzig.
Italienisch
1. Hälfte 19. Jh. Blühende Königin der Nacht (Selenicereus grandiflorus); Aufgehende Feuerball-Lilie (Scadoxus multiflorus)
Los 6455
Nachverkaufspreis
400€ (US$ 460)
1. Hälfte 19. Jh. Blühende Königin der Nacht (Selenicereus grandiflorus).
Aquarell und Gouache, weiß gehöht. 41,6 x 28,4 cm. Wz. "V. Galvani".
Ihren Namen erhielt die Königin der Nacht, die hauptsächlich in Mittelamerika, Mexiko und der Karibik beheimatet ist, aufgrund der Besonderheit, dass ihre Blüten immer nur für eine Nacht blühen, vom frühen Abend bis in die Morgenstunden. In vielen botanischen Gärten wird dies als spektakuläres Ereignis gefeiert. Beigegeben von derselben Hand ein weiteres Aquarell "Aufgehende Feuerball-Lilie (Scadoxus multiflorus)".
Französisch
19. Jh. Zwei Papageien mit grün-blauem Gefieder
Los 6456
Nachverkaufspreis
600€ (US$ 690)
19. Jh. Zwei Papageien mit grün-blauem Gefieder.
Aquarell, teils mit Gummi arabicum gehöht, auf Whatman-Velin. 21,8 x 17,3 cm. Unten rechts signiert "B. de Boynes", auf dem Rückendeckel mit dem Etikett des Künstlerbedarfs "F. Manceau, Paris".
Österreichisch
19. Jh. Amazonenpapagei mit einer Frucht
Los 6461
Nachverkaufspreis
800€ (US$ 920)
19. Jh. Amazonenpapagei mit einer Frucht.
Öl auf Karton. 23,5 x 18,2 cm.
Gagerin, Paul (Pavel Konstantinovich)
Rio de Janeiro
Los 6463
Nachverkaufspreis
900€ (US$ 1,034)
Rio de Janeiro.
Öl auf Leinwand. 48 x 38,3 cm. Unten rechts in der nasse Farbe signiert, datiert und bezeichnet "Principe P. Gagerin 1937. Rio.".
Yachthafen auf Puerto Rico.
Öl auf Leinwand. 56,3 x 91,4 cm. Unten rechts signiert und datiert "Rudolf Jacobi 63." Keilrahmen der Firma Anco Bilt, Glendale (Queens), NY.
Jacobi studierte an der Kunstakademie Berlin und arbeitete danach als freischaffender Maler. 1923 heiratete er die Malerin Anna Ottilie Krigar-Menzel, genannt Annot. Zusammen eröffneten sie 1928 in Berlin die Malschule "Annot". Jacobi war Mitglied der Berliner Secession und stellte zusammen mit u.a. Lovis Corinth, Max Liebermann, Max Pechstein, Max Slevogt, Wilhelm Trübner und Fritz von Uhde aus. Die Berliner Nationalgalerie, die Stadt Berlin und das Preußische Innenministerium erwarben Arbeiten Jacobis. Als das Ehepaar sich 1933 weigerte, jüdische Schülerinnen von ihrer Malschule zu verweisen, veranlassten die Nazis die Schließung der Schule. Beide emigrierten in die USA und gründeten 1934 in New York im Rockefeller Center die „Annot Art School". Jacobi war eng mit dem katalanischen Cellisten Pau Casals befreundet, den er mehrfach porträtierte. Casals seinerseits übersiedelte nach dem Sieg Francos 1939 nach Puerto Rico. Die Jacobis, die sich wie Casals für Friedens- und Hilfsorganisationen engagierten, zogen 1956 zu dem engen Freund nach Puerto Rico, wo sie bis 1967 lebten. Anschließend kehrten beide nach Deutschland zurück und arbeiteten bis zu ihrem Ableben als freischaffende Künstler in München. Gemälde Jacobis findet man neben den Berliner auch in mehreren amerikanischen Museen, darunter dem Metropolitan Museum, sowie im Museum Kunst der Verlorenen Generation, Salzburg.
Blaschek, Franz
Studienblatt mit der Gemeinen Drachenwurz
Los 6466
Nachverkaufspreis
1.000€ (US$ 1,149)
Studienblatt der Aram Dracunculus (Gemeine Drachenwurz).
Aquarell und Deckfarben auf C & I Honig-Bütten. 58,5 x 44,3 cm. Unterhalb der Darstellung signiert "Fr. Blaschek" und am Unterrand in Bleistift betitelt "Aram Dracunculus.".
Die ursprünglich aus der Türkei stammende und bis in den östlichen Mittelmeerraum verbreitete Drachenwurz wurde bereits in der Antike wegen ihres schlangenartigen Blütenstandes mit mythischen Kreaturen und Lindwürmern in Verbindung gebracht. In vielen Kulturen diente die Pflanze als Schutzsymbol gegen böse Geister und negative Energien.
Provenienz: Privatsammlung Wien.
Eiskathedrale.
Öl auf Faserplatte. 80 x 60 cm. Unten links signiert und datiert "A. von Riesen 1919/1924".
Unter blassblauem Himmel hat sich in einer von Menschen unbewohnten Gegend Eis zu einer grandiosen Formation aufgetürmt, die an eine Kathedrale der Gotik erinnert. Der aus Moskau stammende und in Berlin wirkende Künstler Alexander von Riesen war fasziniert von außergewöhnlichen Naturphänomenen, die er in seinen ungewöhnlichen Gemälden festhielt.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Kosmodrom Baikonur 1983.
30, auf dicken Kartonbögen festmontierte Farbphotos der Zeit (je ca. 18,5 x 13,6 cm), in rotem Original-Leinen Album (20,8 x 26,5 cm) mit goldgeprägter Deckel-Vignette und Deckel-Titel in Kyrillisch "Kosmodrom / Baikonur / 1983". Sowjetunion, 1983.
Die Photos zeigen mehrere Sojus-Raketen, wichtige Gebäude und Denkmäler der Stadt Baikonur, die bis 1995 noch Leninsk hieß, im südlichen Kasachstan und des ca. 38 km entfernten gleichnamigen Kosmodroms. Die Stadt wird seit Ende 1994 bis 2050 von Russland gepachtet, steht unter russischer Verwaltung und bildet daher einen eigenständigen Distrikt. 11 Photos zeigen 14 sowjetische Kosmonauten, darunter Juri Gagarin, German Titov und Valentina Tereshkova, 1963 die erste Frau im Weltraum, sowie in chronologischer Reihenfolge die Startbesatzungen der Sojus-Flüge 30-31, 33, 36-40, darunter die jeweils ersten Kosmonauten der Länder Polen, Bulgarien, Ungarn, Deutschland (Sigmund Jähn), Vietnam, Kuba, der Mongolei und Rumänien.
Sowjetunion
1960er Jahre. Porträt des Weltraumpioniers und sowjetische Kosmonauten Yuri Gagarin
Los 6476
Nachverkaufspreis
2.500€ (US$ 2,874)
1960er Jahre. Porträt des Weltraumpioniers und sowjetische Kosmonauten Yuri Gagarin.
Öl auf Malkarton, auf Holzplatte aufgezogen. 56,5 x 41,8 cm. Verso mit Bleistift bezeichnet "Tschkalov" und mit Filzstift bezeichnet "Yuri Gagarin".
Kranz, Wilhelm
Idealansicht des Jupiter mit seinen vier Galileischen Monden von der Oberfläche des Mondes Amalthea aus gesehen
Los 6479
Nachverkaufspreis
1.000€ (US$ 1,149)
Idealansicht des Jupiter mit seinen vier Galileischen Monden von der Oberfläche des Mondes Amalthea aus gesehen.
Gouache auf dünnem, festem Zeichenkarton. 36 x 46,6 cm. Verso mit Bleistift nummeriert "1".
Die vier größten Monde des Jupiter, Io, Europa, Ganymed und Kallisto, wurden im Januar 1610 von Galileo Galilei entdeckt. Damit wurde zum ersten Mal bewiesen, dass es Himmelskörper gibt, die sich nicht unmittelbar um die Erde drehen. Da dies ein Widerspruch zum offiziellen geozentrischen Weltbild der Kirche war, wurden seine Forschungen von einflussreichen Kreisen bekämpft oder nicht anerkannt. Professoren in Florenz weigerten sich sogar, durch sein Teleskop zu sehen. Der fünfte und letzte Mond Jupiters, der teleskopisch entdeckt wurde, war Amalthea. Edward Barnard fand ihn am 9. September 1892 mit dem 36 Zoll-Riesenteleskop des Lick-Observatoriums auf dem Mount Hamilton in Kalifornien.
Kranz, Wilhelm
Idealansicht des Saturn mit seinen fünf Monden Titan, Iapetus, Rhea, Thetys und Dione sowie ein Komet
Los 6480
Nachverkaufspreis
1.000€ (US$ 1,149)
Idealansicht des Saturn mit seinen fünf Monden Titan, Iapetus, Rhea, Thetys und Dione sowie ein Komet.
Gouache und Spritztechnik. 36,6 x 46 cm. Verso mit Bleistift nummeriert "3".
Den größten Saturnmond, Titan, fast doppelt so groß wie unser Erdmond, entdeckte Christiaan Huygens 1655 mit seinem selbstgebauten Teleskop. Zwischen 1671 bis 1684 erhöhte Giovanni Domenico Cassini, damals Direktor des Pariser Observatoriums, die Anzahl um vier weitere Monde. Die von ihm erstmals beobachtete größte Lücke im Saturnring wird nach ihm Cassinische Teilung genannt.
Himmelsglobus
Manuskript Himmelsglobus nach Vincenzo Coronelli
Los 6482
Nachverkaufspreis
4.000€ (US$ 4,598)
Manuskript Himmelsglobus nach Vincenzo Coronelli.
Der Globus als Pappmachékugel mit Papiersegmenten bezogen und mit Ölfarben bemalt, in großer Kartusche bezeichnet „Orbis Coelestis Typus, Opus d. P. Coronelli Min Conventi. Serenissimaque Reipublia Venetae Cosmographo in coactum. Societatis Gallice Sumptibus Abiolatum Lutetiae Parisiorum Anno R.S. MDCXCIII. Delia annotatus Dea R.“. Montiert auf prunkvollem Bronzefuß über ebonisierter Holzbasis. Durchmesser Globus ca. 48 cm, Höhe mit Fuß ca. 95 cm. Italien 19./20. Jahrhundert.
Sehr schöne farbenprächtige und dekorative Kopie in Manuskript vom 1693 erstmals erschienenen Himmelsglobus Coronellis. Vincenzo Coronelli (1650-1718), Venedig, einer der bedeutendsten Kosmographen seiner Zeit, Berater des Kaisers und des Papstes, gründete 1684 eine der ersten wissenschaftlichen Vereinigungen, die „Accademia Cosmografica degli Argonauti“, deren Mitglieder vorwiegend zum Hochklerus und zur Hocharistokratie gehörten. 1686 begann Coronelli mit der Herstellung von Erd- und Himmelsgloben mit den Durchmessern von 5 bis 110 cm. Vgl. Allmayer-Beck: Modelle der Welt, Brandstätter 1997.
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