Monte Sant Angelo bei Sorrent.
Bleistift auf Velin, verso: Skizze eines Gebüschs an einem Abhang. 21 x 46,9 cm. Rechts unten signiert, bezeichnet und datiert "Monte St Angelo. Sorrento. 1846. L. Gurlitt", verso Sammlerannotationen.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers (verso mit dessen Nachlassstempel, nicht bei Lugt).
Papperitz, Gustav Friedrich
Torre di Schiavi und weitere Ruinen an der Via Prenestina bei Rom
Los 6664 [*]
Nachverkaufspreis
500€ (US$ 575)
Torre di Schiavi und weitere Ruinen an der Via Prenestina bei Rom.
Bleistift. 20,8 x 57,5 cm. Unten rechts eigenh. bezeichnet und datiert "Torre di Sciave / Rom d. 7ten Mai 1857".
Hummel, Carl Maria Nikolaus
Zwei Eichen bei Friedrichsbrunn im Harz
Los 6665 [*]
Nachverkaufspreis
700€ (US$ 805)
Zwei Eichen bei Friedrichsbrunn im Harz.
Bleistift und Deckweißhöhungen, braun laviert auf Velin. 28,4 x 22 cm. Unten links bez., signiert und datiert "bei Friedrichsbrunn, Harz / C. Hummel 1841".
Landschaft bei Bernau.
Schwarze Kreide auf J. Whatman-Velin. 21 x 27 cm. Unten links bezeichnet und datiert "Bernau Schwarzwald. 7 Juli [18]62.".
Thoma, Hans
Landschaft mit Spaziergängern bei Oberursel im Taunus
Los 6679
Nachverkaufspreis
350€ (US$ 402)
Landschaft mit Spaziergängern bei Oberursel im Taunus.
Bleistift auf Velin, verso: Skizze von Blüten und Blattwerk. 15,3 x 23,2 cm. Unten rechts datiert "14. 8. [19]01".
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers.
Privatsammlung, Hessen.
Das Blindekuh-Spiel.
Bleistift auf Velin. 12,3 x 7,9 cm. Am Unterrand monogrammiert "TH" (ligiert)".
Beigegeben von Theodor Hosemann drei weitere Zeichnungen: "Die Straßenverkäuferin", "Betende Nonne", "Das kaputte Fuhrwerk", zwei Autographen mit Randzeichnungen sowie 17, teils kolorierte Lithographien.
Skarbina, Franz
Bildnis einer eleganten Dame und ihrer Tochter auf einer Loggia
Los 6685
Nachverkaufspreis
2.500€ (US$ 2,874)
Bildnis einer eleganten Dame und ihrer Tochter in einer Loggia.
Aquarell auf Karton. 63,3 x 45,1 cm. Am unteren Rand Annotation in französischer Sprache wohl mit Angaben bezüglich der Rahmung.
Janny, Georg
Bei Landeck im Oberinntal mit Blick auf die Parseierspitze
Los 6688
Nachverkaufspreis
400€ (US$ 460)
Bei Landeck im Oberinntal mit Blick auf die Parseierspitze.
Aquarell, weiß gehöht, auf Karton. 24 x 29,9 cm. Unten rechts signiert "G. JANNY.", unten links bezeichnet "Landeck".
Wasmann, Friedrich
Studienblatt mit zwei weiblichen Portraits und einem Profilkopf
Los 6692
Nachverkaufspreis
700€ (US$ 805)
Studienblatt mit zwei weiblichen Portraits und einem Profilkopf.
Bleistift auf Velin. 18,7 x 23,8 cm. Um 1831.
Provenienz: Sammlung Wilhelm Koenig, Wien (Lugt 2653b).
Sammlung Carl Heumann, Chemnitz (Lugt 2841a).
Stuttgarter Kunstkabinett Roman Norbert Ketterer, Stuttgart, Auktion 29 am 29. November 1957: Sammlung Heumann, Chemnitz. Kunst des 18. und 19. Jahrhunders. Aquarelle, Zeichnungen, Gemälde, Graphik, Los 384 mit Abb. Tafel 20.
Sammlung Walter Bauer, Fulda.
Literatur: Ausst. Kat. 100 Jahre deutsche Zeichenkunst 1750-1850, Chemnitz 1930, Nr. 283.
Ausst. Kat. Bildnis und Komposition 1750-1850. Zeichnungen und Aquarelle aus der Sammlung Heumann Chemnitz, Leipzig 1934, Nr. 211.
Peter Nathan: Friedrich Wasmann. Sein Leben und sein Werk, München 1954, Kat. 449.
Schwind, Moritz von
Studie einer jungen Frau, den Blick gesenkt
Los 6698
Nachverkaufspreis
700€ (US$ 805)
Studie einer jungen Frau mit gesenktem Blick.
Bleistift auf Velin, an den Ecken auf ein hellblaues Untersatzpapier montiert. 29,9 x 18,7 cm.
Provenienz: Karl und Faber, München, Auktion 75, November 1960, Los 343 mit Abb.
Sammlung Walter Bauer, Fulda.
Literatur: Ausst. Kat. Deutsche Zeichenkunst aus zwei Jahrhunderten, 1760-1960. Aquarelle, Zeichnungen und Druckgraphik aus der Sammlung W. B., Staatliche Kunsthalle Karlsruhe, Karlsruhe 1967, Nr. 124.
Mediterraner Sommergarten mit klassizistischem Pavillion.
Aquarell und Gouache auf festem Papier. 37,2 x 28 cm. Unten rechts in Großbuchstaben signiert und datiert "Heinrich Hermanns [18]93".
Caligo, Domenico
Die Sala die Giove im Palazzo Pitti, im Hintergrund ein Künstler vor der Staffelei
Los 6702
Nachverkaufspreis
12.000€ (US$ 13,793)
Die Sala di Giove im Palazzo Pitti in Florenz, im Hintergrund ein Künstler vor der Staffelei.
Aquarell über Bleistift auf Papier, dieses alt (vom Künstler?) entlang der Kanten auf Leinwand montiert und auf Keilrahmen gespannt. 41,5 x 56 cm. Unten links signiert "D. Caligo", verso auf dem Keilrahmen alte Siegelreste.
Von dem in Florenz wirkenden Domenico Caligo, dessen Werk aus der Zeit zwischen 1862 und 1880 datiert, gibt es kaum biographische Informationen. Sein Metier war die Interieurdarstellung, wobei er seine Motive vor allem in den Kirchen und Palästen in Florenz oder auch Venedig fand. Insbesonders die grandiosen Säle des Palazzo Pitti inspirierten Caligo, von der Sala di Giove, dem Jupiter-Saal gibt es von ihm gleich mehrere Fassungen in Aquarell. Die Ansichten unterscheiden sich nur in wenigen Details, wobei die vorliegende Version mit dem Künstler, der ein Altmeister-Gemälde im Saal kopiert. besonders reizvoll ist. Prägend für Caligos fein gezeichnete Aquarelle ist die Perfektion der Perspektive sowie die hohe Stofflichkeit der vielfältigen dargestellten Materialien. Der spiegelnde blanke Marmorboden, die schillernde Seide der Wandbespannungen und das warme Gold der prächtigen Gemälderahmen bringen den Charakter des fürstlichen Saales bestens zur Geltung.
Provenienz: J. P. Schneider Jr., Frankfurt a. Main.
Privatsammlung, Luxemburg.
Ketterer, München, Auktion am 14. Mai 2013, Los 654.
Rheinländische Privatsammlung.
Prosdocimi, Alberto
Wäscherinnen am Tiberufer in Rom
Los 6707
Nachverkaufspreis
1.300€ (US$ 1,494)
Wäscherinnen am Tiberufer in Rom.
Aquarell. 38 x 52 cm (Rahmenausschnitt). Unten links signiert "A. Prosdocimi". (Unausgerahmt beschrieben).
"Der überlastete Kahn".
Feder in Schwarz und Grau, Spritztechnik, hinter ein Fensterpapier montiert. 20,7 x 38,1 cm. (1913).
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers (mit dessen Nachlassstempel).
Frau und Kentaur.
Aquarell und Deckfarben auf festem, chamoisfarbenem Velin. 70,5 x 71 cm. Verso unten rechts signiert "S. Hruby".
Roerich, Nicholas
Prinzessin Maleine: Kleine Stadt
Los 6723
Nachverkaufspreis
15.000€ (US$ 17,241)
Kleine Stadt: Entwurf zu einem der Hintergrundvorhänge zum Theaterstück "Prinzessin Maleine" von Maurice Maeterlinck.
Aquarell und farbige Stifte auf Velin, an zwei Stellen am Oberrand auf den originalen Untersatzkarton befestigt, an dessen Oberrand ein Transparentpapier mit Quadrierung montiert. 11,2 x 16,4 cm. Unten links in kyrillischer Schrift monogrammiert und datiert, auf dem Untersatzkarton mit Maßangaben und alter Bezeichnung wohl von der Hand des russischen Malers Nikolai Alexandrovich Klodt (1865 St. Petersburg -1918 Moskau) in Bleistift in kyrillischer Schrift, auf dem Transparentpapier ebenfalls Bleistiftannotationen in Kyrillisch. 1913.
Der russische Maler, Schriftsteller und Mystiker Nicholas Roerich wird bis heute als einer der überragenden und zugleich rätselhaftesten Charaktere der russischen Geistes- und Kulturgeschichte betrachtet. Die Wirkung des 1874 in St. Petersburg als Sohn eines wohlhabenden Deutschbalten und einer Russin Geborenen berührte dabei nicht allein den russischen Kulturkreis, da es ihm zeitlebens gelang, als Künstler und Wissenschaftler, als Reisender, Autor und Philosoph universelle Impulse zu geben. Von 1893 bis 1897 studierte Roerich an der kaiserlichen Akademie der Künste und zugleich an der juristischen Fakultät seiner Heimatstadt. Anschließend bildete er sich im Atelier des bekannten Landschaftsmalers Arkhip Kuindzhi weiter. Bereits zu dieser Zeit stand er in engem Kontakt mit so bedeutenden Kunstschaffenden wie Ilja Repin, Nicolai Rimski-Korsakov, Modest Mussorgsky und Dmitri Grigorowitsch. In den Jahren 1900 bis 1901 und 1903 bis 1904 unternahm Roerich Reisen nach Paris beziehungsweise zu den historischen Stätten Russlands. Seit 1904 entstanden die ersten mystischen Bilder, die von den Eindrücken der Russlandreise geprägt sind: jahrhundertealte Burgen, orthodoxe Kirchen und Klöster. Wenig später, im Jahr 1906, begann Roerich, Bühnendekorationen und Kostüme für das Theater zu entwerfen. Damit gewann er die Aufmerksamkeit des genialen Impresarios und Gründers des Ensembles 'Ballets Russes' Sergei Diagilew, der ihn mit den Entwürfen zu Igor Strawinskys Ballettoper „Le Sacre du Printemps“ beauftragte, die 1913 in Paris von den 'Ballets Russes' uraufgeführt wurde. In diese Zeit fallen auch Roerichs Dekorationen für zwei Stücke des Belgiers Maurice Maeterlinck: "La Princesse Maleine" und "Sœur Béatrice". Spätestens seit 1905 war Roerich mit dem Werk des Symbolisten Maeterlinck vertraut, da er eine dreibändige Übersetzung von dessen Werken illustriert hatte.
In den Jahren 1913 und 1914 schuf Roerich die Bühnenbilder und Kostüme für Maeterlincks erstes Stück "Prinzessin Maleine", dessen Uraufführung im Pariser Théâtre Libre geplant war. So entstanden 19 Entwürfe für Bühnendekorationen in Tempera, dazu mehr als zwei Dutzend Kostümentwürfe und Vorstudien in Bleistift, Aquarell und Gouache. Eine Aufführung kam jedoch nicht zustande, da das Theater Anfang des Jahres 1914 Konkurs anmelden musste. Roerich nahm seine Entwürfe wieder an sich und verkaufte einen Teil davon russischen Sammlern. Die verbliebenen Arbeiten stellte er im selben Jahr auf der Baltischen Ausstellung (Baltic Exhibition) in Malmö aus (15. Mai - 4. Oktober 1914) und anschließend auf einer Ausstellung mit eigenen Werken, die 1918 und 1919 an drei Stationen, in Stockholm, Kopenhagen und Helsinki, gezeigt wurde (vgl. John McCannon: "Passengers of Wisdom: Nicholas Roerich, the Dramas of Maurice Maeterlinck, and Symbols of Spiritual Enlightenment", in: The Russian Review, Bd. 64, Juli 2004, S. 449-478).
Maurice Maeterlincks Drama „La Princesse Maleine“ erschien bereits 1889. Das Stück spielt in einer düsteren, märchenhaften Welt und erzählt von der Prinzessin Maleine, die gegen den Willen ihres Vaters den Prinzen Hjalmar liebt. Um die Liaison mit dem Sohn des Königs Hjalmar zu unterbinden, wird Maleine in einem Turm gefangen gehalten. Nach Jahren gelingt ihr die Flucht und sie findet Hjalmar wieder. Doch dessen Stiefmutter, Königin Anne, die in der Zwischenzeit den senilen König Hjalmar geheiratet hat, tötet Maleine aus Eifersucht, da sie ihre eigene Tochter mit Hjalmar vermählen möchte. Hjalmar tötet daraufhin die Königin und anschließend sich selbst.
Der vorliegende wie auch die beiden nachfolgenden Entwürfe (Lose 6724 und 6725) lassen sich laut Gvido Trepsa jeweils mit einem der drei Hintergrundvorhänge (занавеса) für das Stück, die in einem Artikel der russischen Zeitschrift "Речь" (dt. Rede, ) genannt werden (1913, 16/29 September, Nr. 253, C. 4), identifizieren: "Bei der Anfertigung der Entwürfe berücksichtigte der Künstler auch, dass die Bühne aufgrund der zahlreichen Bilder im Stück in drei Teile unterteilt werden sollte. Das Geschehen wird abwechselnd in einem dieser drei Teile stattfinden. Diese Inszenierung veranlasste N. K. Roerich, drei Vorhänge zu entwerfen. Diese Vorhänge werden das Stück 'Prinzessin Maleine' nicht illustrieren, sondern lediglich den Charakter seiner Darstellung auf der Bühne widerspiegeln.".
Roerichs Entwurf zeigt eine kleine, verwinkelte Stadt, die von einer mächtigen Stadtmauer mit Tortürmen umgeben ist. Vor der Stadt steht isoliert ein weiterer Turm mit einem spitzen, hohen Turmhelm. Dieses Gebäude steht wahrscheinlich für das Verlies der Prinzessin. Der zeitlich entrückten Szenerie, die Maeterlinck in seinem märchenhaften Stoff beschreibt, entspricht Roerich mit seinem weich fließenden und geschwungenen Duktus. Die Stadt und ihre Gebäude wirken organisch und nicht wie aus Stein. Besonders auffällig ist, dass das Farbspektrum lediglich Blau- und Violetttöne mit vereinzelten Akzenten in Orange und Gelb umfasst. Für Roerich hat die Wahl der Farbe eine essentielle Bedeutung. Die Farben Blau und Violett stehen bei Roerich für das feminin Göttliche und Transzendente. Entsprechend verwendet der Künstler die gleiche reduzierte Farbpalette für fast sämtliche Dekorationsentwürfe zu dem Drama.
Weitere Entwürfe für Prinzessin Maleine befinden sich im Staatlichen Museum für Theater- und Musikkunst in St. Petersburg (s. John McCannon op.cit., Fig. 3, 4 und 10) und im Nicholas Roerich Museum in New York.
Wir danken Gvido Trepsa, Direktor des Nicholas Roerich Museums in New York, für wertvolle Informationen.
Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung (seit mehr als 30 Jahren).
Roerich, Nicholas
Prinzessin Maleine: Innerer Schlosshof
Los 6724
Nachverkaufspreis
15.000€ (US$ 17,241)
Innerer Schlosshof: Entwurf zu einem der Hintergrundvorhänge zum Theaterstück "Prinzessin Maleine" von Maurice Maeterlinck.
Aquarell und Gouache, farbige Stifte auf Millimeterpapier, an zwei Stellen am Oberrand auf den originalen Untersatzkarton befestigt, an dessen Oberrand ein Transparentpapier mit Quadrierung montiert. 12 x 17,4 cm. Unten links in kyrillischer Schrift signiert und datiert, auf dem Untersatzkarton mit Maßangaben und alter Bezeichnung in Bleistift wohl von der Hand des russischen Malers Nikolai Alexandrovich Klodt (1865 St. Petersburg -1918 Moskau) in kyrillischer Schrift, auf dem mit brauner Feder quadrierten Transparentpapier ebenfalls Bleistiftannotationen in Kyrillisch. 1914.
Wir danken Gvido Trepsa, Direktor des Nicholas Roerich Museums in New York, für wertvolle Informationen.
Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung (seit mehr als 30 Jahren).
Roerich, Nicholas
Prinzessin Maleine: Blick in den Korridor des Schlosses
Los 6725
Nachverkaufspreis
12.000€ (US$ 13,793)
Blick in den Korridor des Schlosses: Entwurf zu einem der Hintergrundvorhänge zum Theaterstück "Prinzessin Maleine" von Maurice Maeterlinck.
Aquarell und Gouache, farbige Stifte auf Millimeterpapier, an zwei Stellen am Oberrand auf den originalen Untersatzkarton befestigt, an dessen Oberrand ein Transparentpapier montiert. 9,3 x 16,4 cm. Auf dem Untersatzkarton in Bleistift wohl von der Hand des russischen Malers Nikolai Alexandrovich Klodt (1865 St. Petersburg -1918 Moskau) in kyrillischer Schrift betitelt und mit Maßangaben versehen. (1913/14).
Wir danken Gvido Trepsa, Direktor des Nicholas Roerich Museums in New York, für wertvolle Informationen.
Provenienz: Westdeutsche Privatsammlung (seit mehr als 30 Jahren).
"Jahrhundertwende", Tempelbild-Entwurf.
Feder in Schwarz, Aquarell und Farbkreide auf Papier, original auf Karton kaschiert. 34 x 49,5 cm (Papier), 46 x 56,5 cm (Karton). Signiert und datiert "Fidus 1899", unterhalb der Darstellung undeutlich in brauner Feder (verblasst) betitelt "Zur Jahrhundertwende", verso auf dem Karton nochmals betitelt, signiert und datiert "Jahrhundertwende / fidus. - 99". Im Originalrahmen.
Zwei Männergestalten aus der Welt der Rittersagen und der antiken Erzählungen ziehen an der nackten jungen Frau in ihrer Mitte, die unentschieden auf dem Schoß einer Gottvater-ähnlichen Figur sitzen bleibt. Die Stilvielfalt in der Kunst um die Jahrhundertwende, zwischen Historismus, Symbolismus und Jugendstil spiegelt sich in der feinlinig-ornamental und weitgehend flächig gestalteten Darstellung.
Provenienz: Aus dem Nachlass des Künstlers, zunächst Fidus-Haus.
1991-1996 Verwahrung in der Berlinischen Galerie.
1996 bis Februar 2026 Dauerleihgabe ans Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein (Inv. N38 Nr. 577, Etikett auf der Rahmenrückseite).
Ausstellung: Kunstsalon Gerstenberger Chemnitz, Nr. 54.
Albert Rathke's Kunstausstellung Magdeburg, Nr. 18154.
Berlin und Hamburg, 1928: Erste Gesamtausstellung der Werke von Fidus.
Literatur: Erste Gesamtausstellung der Werke von Fidus, Berlin und Hamburg 1928, S. 15, Nr. 41 (verso auf dem Rahmen die Nummer in Schwarz unten links).
"Wider-Licht und Wogengischt".
Aquarell über Bleistift auf festem Velin. 18,4 x 23,6 cm. Unten mit Bleistift monogrammiert, betitelt und datiert "VIII. 22", oben auf ein graues Untersatzpapier aufgelegt und dort mit Bleistift bewidmet und signiert "Unserem lieben Edwin zum 2. Julmonds 1940".
"Öffentliches Erziehungswesen".
Bleistift. 12,7 x 19,6 cm. Unten links eigenh. betitelt "Öffentliches Erziehungswesen", verso wohl ebenfalls eigenh. bez. "aus dem 'Buche vom Kinde' von Adele Schreiber (B.G. Teubner)" sowie unten von fremder Hand der Besitzvermerk "Wilhelmi Woltersdorf b. Erkner Fasanenstr. 18".
Entwurfszeichnung für "Das Buch vom Kinde" von Adele Schreiber, veröffentlicht 1907. Der Inhalt des Buches ist die wissenschaftliche Aufklärung und die Durchsetzung moderner Standards in der Kinderfürsorge und Mutterschaft in der Zeit um 1907. Es gilt als wichtiges Zeitdokument des frühen 20. Jahrhunderts, das den gesellschaftlichen Wandel hin zu einem stärkeren Fokus auf das Kindeswohl widerspiegelt.
Provenienz: Sammlung Otto Kofahl, Hannover.
Sammlung Emly Wilhelmi (geb. Kofahl), Hannover.
Französisch
19. Jh. . Kleiner Orang-Utan mit Brille, ein Schild mit Danbksagung haltend
Los 6738
Nachverkaufspreis
600€ (US$ 690)
19. Jh. "Encore une fois merci ma vieille!" - Kleiner Orang-Utan mit Brille, ein Schild mit Danksagung haltend.
Feder in Braun, auf Bütten, umgefalzt. 11,3 x 17,9 cm (Darstellung). Auf dem Schild bez. Wz. Britannia und Schrift "Britannia Note".
Persönliche Skizze vermutlich auf einer Art Notizzettel, dieser doppelt gefalzt, mit den angebrachten Initialen "HT".
Rastendes Löwenpaar.
Tuschpinselzeichnung in Schwarz auf festem Velin. 16,6 x 15,9 cm. Unten rechts monogrammiert und datiert "WK [19]07".
Beigegeben Wilhelm Kuhnerts Publikation "Im Land meiner Modelle", Klinkhardt & Biermann, Leipzig 1918.
Junge Frau im Sternengewand.
Pastell. 59,5 x 48 cm (lichtes Maß). Unten rechts signiert "A. Sedillot", verso auf der Rahmenrückseite ein Etikett des Rahmenhändlers "Philipp Hubrecht / Schlettstadt Krämergasse 13". Gerahmt.
Die Künstlerin Anna Sedillot wurde in Paris geboren und war Mitglied der dortigen Künstlervereinigung Société des Artistes Français. Sie stellte dort ab etwa 1900 aus und erhielt eine Ehrenmedaille für ihre Arbeiten (vgl. Benezit, Bd. 12, S. 621 (Ausg. 1998).
Hofmann, Ludwig von
Im Paradies: Gottvater ermahnt Adam und Eva
Los 6743
Nachverkaufspreis
1.000€ (US$ 1,149)
Im Paradies: Gottvater ermahnt Adam und Eva.
Farbige Kreiden auf graubraunem Velin. 24 x 18 cm. Unten links monogrammiert "LvH".
Sachsze, Werner
Stehender weiblicher Akt auf einem Löwenzahn
Los 6745
Nachverkaufspreis
350€ (US$ 402)
Stehender weiblicher Akt auf einem Löwenzahn.
Gouache auf Malkarton. 48,7 x 33,4 cm. Unten mittig monogrammiert "WS".
Werner Sachsze war in den 1920er und 1930er Jahren eine lokale Persönlichkeit in Woltersdorf. Als Vorstandsmitglied des Turnvereins mit dem Leitmotiv „Frisch, fromm, fröhlich, frei“ sowie als Mitwirkender im Kultur- und Heimatverein bewegte er sich im gleichen bürgerlich-kulturellen Umkreis wie Fidus. Als Unternehmer mit einem Schreibwarengeschäft war Sachsze Teil jener lokalen Bildungs- und Reformkultur, die den geistigen Hintergrund der Fidus-Malerei in Woltersdorf mitprägte.
Wir danken Wolfgang Funkhauser für wertvolle Hinweise.
Ca. 15 Blatt des 18.-20. Jh.
Darunter: Zeno Alexandre, August Geist, Pierre Ernest Kohl, zwei Entwürfe für den Deckenplafond in der Villa Toscana in Gmunden. Beigegeben zwei Radierungen von Stefano della Bella und Allaert van Everdingen.
9 Zeichnungen des 19. Jh.
Darunter von und zugeschrieben an: Charlet, Charles West Cope, Lorenz Frolich, Tommaso Minardi.
[*]: Regelbesteuert gemäß Auktionsbedingungen. [^]: Ausgleich von Einfuhr-Umsatzsteuer.
* Alle Angaben inkl. 25% Regelaufgeld ohne MwSt. und ohne Gewähr – Irrtum vorbehalten.
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